Call for Papers beendet
Alle VBS-Mitglieder, Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung und darüber hinaus Interessierte aus dem Feld der Bildung, Erziehung und Rehabilitation bei Blindheit und Sehbehinderung sind eingeladen, diesen Kongress als Plattform zur weiteren Entwicklung inklusiver Lern- und Lebenswelten zu nutzen. Der Kongress soll der Tradition folgend Gelegenheit zu wissenschaftlicher Diskussion, fachlichem Diskurs, zum Sammeln neuer Erkenntnisse und Erfahrungen und zu persönlichem Austausch im nationalen und internationalen Rahmen bieten.
Das Thema „Vielfalt & Qualität“ knüpft bewusst an die inhaltliche Ausrichtung der Kongresse in Dortmund (2003, „Qualitäten“) und Hannover (2008, „Teilhabe gestalten“) an. Die Idee einer inklusiven Gesellschaft fordert die Beachtung von Vielfalt, die nur in Verbindung mit Qualität gelingend ausgestaltet werden kann.
Der Kongressausschuss hat sich für die Beibehaltung der Grundstruktur des 2008er Kongresses entschieden. Der Kongress besteht im Kern aus vier Symposien, die inhaltlich in sich abgeschlossen die Möglichkeit für eine kompakte und intensive Beschäftigung mit einem spezifischen Thema ermöglichen. Eine Teilnahme am Kongress ist somit wieder in den Durchgängen Montag bis Freitag (30.07.2012 - 03.08.2012), Montag bis Mittwoch (30.07. - 01.08.2012), Mittwoch bis Freitag (01.08. - 03.08.2012) oder tageweise möglich.
Die Symposien sollen Präsentationen, Erfahrungen und Diskussionen zu folgenden Themen zusammenfassen:
1. Inklusion - Entwicklung von Bildungseinrichtungen und Professionalisierung
Vielfalt und Qualität müssen in Verbindung miteinander notwendige Bestandteile gegenwärtiger und zukünftiger Bildungsangebote für blinde und sehbehinderte Menschen sein. Symposium 1 wird daher ein Forum sein, um den national und international erreichten Stand und die Konzepte zu reflektieren und neue Anstöße für Entwicklungen der Bildungseinrichtungen zu geben. Darüber hinaus wird es ein Schwerpunkt dieses Symposiums werden, die Perspektiven der Arbeitssituationen und -zusammenhänge in den Blick zu nehmen, die die im Bildungswesen für sehgeschädigte Menschen professionell Agierenden zukünftig zu bewältigen haben. Dabei ist die zentrale Frage: Wie werden welche pädagogischen Angebote zukünftig blinde und sehbehinderte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit der notwendigen Qualität in größtmöglicher Vielfalt erreichen?
2. (Multi-)Kulturelle Vielfalt von Bildungsangeboten
Wie sich kulturelle Vielfalt in der Bildung, Erziehung und Rehabilitation von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Blindheit und Sehbehinderung auswirkt, soll in diesem Symposium angesprochen werden. Einerseits soll über die Erfahrungen in verschiedenen Ländern berichtet und nach Anregungen für die Lösung nationaler Herausforderungen gesucht werden. Andererseits soll auf die kulturelle Vielfalt Deutschlands und die Problematik des Umgangs vor dem Hintergrund eigener Werte eingegangen werden. Wie wirkt sich diese Vielfalt innerhalb einer inklusiven Pädagogik im Allgemeinen und der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik im Speziellen aus?
3. Inklusive Lebenswelten erwachsener Menschen mit mehrfachen Beeinträchtigungen
Die UN-BRK hat Standards festgeschrieben, Erwartungen geweckt und Ängste ausgelöst. Bestehende Angebote und herkömmliche Lebensentwürfe von Menschen mit Behinderung sind in Frage gestellt. Inklusion wird als Utopie diffamiert und Bestehendes schön geredet. Vergeht etwas Altes, weil das Neue besser ist?
Professionelle Begleiter/innen, blinde und sehbehinderte Menschen, Unterstützer/innen, kritische Blicke und Kreativität sind gefragt.
4. Spezifische Angebote in Bildung, Erziehung und Rehabilitation
In diesem Symposium steht die Qualität von Förderung und Unterricht im Mittelpunkt. Es geht um die Frage, wie Lern- und Entwicklungsprozesse gestaltet sein müssen, damit die Teilhabe blinder und sehbehinderter Menschen an Bildung, Arbeit und Gesellschaft im Sinne der UN-BRK sichergestellt ist.
Themen sind Unterrichtsorganisation, Methoden, Medieneinsatz und Inhalte, spezifisches Curriculum, barrierefreie Gestaltung und die interdisziplinäre Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachdisziplinen.
Die Symposien 1 und 2 finden parallel am Montag und Dienstag statt; die Symposien 3 und 4 liegen parallel in der Zeit von Mittwoch bis Freitag.
Wir laden Sie ein, sich an den Symposien mit Vorträgen und Beiträgen zu beteiligen und wünschen uns:
Promoventinnen und Promoventen, Studierende, Referendarinnen und Referendare, Absolventinnen und Absolventen von fachlich einschlägigen Ausbildungen und Studiengängen sowie alle in Forschungs- und internationale Austauschprojekte Eingebundenen laden wir ein, im Rahmen einer Campus-Posterpräsentation am Mittwochvormittag die Ergebnisse ihre Abschlussarbeiten (Bachelor, Master, Diplom, Staatsexamen, Dissertation, …) bzw. ihre Forschungsergebnisse vorzustellen.
Die Kongresssprache ist deutsch. Beiträge in englischer Sprache sind willkommen. Eine simultane Übersetzung wird für den entsprechenden Teil der Veranstaltung angeboten.
Bitte senden Sie die Datei an info(at)vbs-2012.de
Folgende Informationen müssen vorhanden sein:
Der Kongressausschuss wird die eingegangenen Abstracts sichten und eine Auswahl treffen. Sie erhalten schnellstmöglich nach der Entscheidungsfindung eine Mitteilung über Annahme oder Ablehnung Ihres Beitrags.
Eingereichte Abstracts haben gute Chancen, wenn sie:
Angenommene Abstracts werden vor Beginn des Kongresses auf der Homepage des Kongresses veröffentlicht und erlauben so eine Orientierung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Der Kongressbericht wird alle Beiträge auf CD-ROM enthalten, größere auch in gedruckter Fassung. Wir weisen daher schon jetzt darauf hin, dass angenommene Beiträge vor Beginn des Kongresses auf Datenträger vorliegen sollen.
Wir freuen uns auf Ihre Einreichungen.